Forschungszentrum Jülich GmbH

Geschichte

Das Forschungszentrum Jülich

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen beschloss 1956 den Bau einer „Atomforschungsanlage“, errichtet wurde sie im Stetternicher Forst bei Jülich. Aus der „Kernforschungsanlage Jülich des Landes Nordrhein-Westfalen e.V.“ (KFA) wurde Ende der 60er-Jahre eine GmbH, an der die Bundesrepublik Deutschland mit 90, das Land Nordrhein-Westfalen mit zehn Prozent beteiligt ist. Im Jahre 1990 wurde die „Kernforschungsanlage Jülich GmbH“  in „Forschungszentrum Jülich GmbH“ umbenannt. Prof. Peter Grünberg vom Jülicher Institut für Festkörperforschung erhielt 2007den Nobelpreis für Physik.

Fakten

Das Forschungszentrum Jülich tritt an, Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu finden – in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Jülich gehört mit rund 4400 Mitarbeitern zu den größten Forschungszentren Europas.

Nationale und internationale Kooperationen

Forscherin am Forschungszentrum Jülich

Das Forschungszentrum Jülich übernimmt gestaltende Aufgaben in wichtigen Kooperationsprojekten mit Forschungseinrichtungen in Deutschland und Europa. Auf regionaler Ebene wird die Jülich-Aachen Research Alliance JARA mit der RWTH Aachen weiterentwickelt. Dem Gauss Centre for Supercomputing (GCS) gelang es mit Jülich als Sprecher, die Kompetenzen der drei nationalen Höchstleistungsrechenzentren zu bündeln und als Deutschlands Stimme im Supercomputing auf der europäischen Ebene in PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe) einzubringen. Jülich ist ferner Gründungsmitglied in der neuen Europäischen „European Energy Research Alliance“ (EERA), die den Herausforderungen von Klimawandel und nachhaltiger Versorgungssicherheit begegnen will, und vertritt hier die Helmholtz-Gemeinschaft. Die Gemeinschaft der Fusionsforschungsinstitute in Europa (EFDA) beauftragte das Forschungszentrum mit Bau und Betrieb des europäischen Fusionscomputers HPC-FF, der komplexe physikalische Effekte im Innern des Fusionsreaktors ITER simulieren soll. In der medizinischen Forschung ist Jülich eines der Kernzentren des 2008 in Bonn gegründeten Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Jülich bringt hier seine herausragenden Kompetenzen in bildgebenden Verfahren ein, u.a. mit dem 9,4-Tesla MR-PET als neuartigem Gerät der Hirnforschung. Wichtigstes Beispiel für die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen in den USA ist die Kooperationsvereinbarung mit der renommierten US-amerikanischen Forschungseinrichtung Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des Department of Energy (DoE). Einen Schwerpunkt bildet die Jülicher Forschung an der Spallations-Neutronenquelle SNS in Oak Ridge, wo das Forschungszentrum schon seit Jahren eine Außenstelle betreibt.

Weitere Informationen auf den Webseiten des Forschungszentrums Jülich GmbH.